Nie von sich und Anwe­sen­den spre­chen

Ent­we­der man lobt sich, wel­ches Eitel­keit, oder man tadelt sich, wel­ches Klein­heit ist; und wie es im Spre­cher Unklug­heit ver­rät, so ist es für den Hörer eine Pein. Wenn nun die­ses schon im gewöhn­li­chen Umgang zu ver­mei­den ist, wie viel mehr auf einem hohen Posten, wo man zur Ver­samm­lung redet, und wo der leich­te­ste Schein von Unver­stand schon für die­sen selbst gilt. Der glei­che Ver­stoß gegen die Klug­heit liegt im Reden von Anwe­sen­den, wegen der Gefahr auf eine von zwei Klip­pen zu sto­ßen: Schmei­che­lei oder Tadel. — Gra­cián 117