Den ver­trau­li­chen Fuß im Umgang ableh­nen

Weder sich noch Andern darf man ihn erlau­ben. Wer sich auf einen ver­trau­li­chen Fuß setzt, ver­liert sogleich die Über­le­gen­heit, wel­che sei­ne Unta­del­haf­tig­keit ihm gab, und in Fol­ge davon auch die Hoch­ach­tung. Die Gestir­ne, weil sie mit uns sich nicht gemein machen, erhal­ten sich in ihrem Glanz. Das Gött­li­che gebie­tet Ehr­furcht. Jede Leut­se­lig­keit bahnt den Weg zur Gering­schät­zung. Es ist mit den mensch­li­chen Din­gen so, daß, je mehr man sie besitzt und hält, desto weni­ger hält man von ihnen; denn die offe­ne Mit­tei­lung legt die Unvoll­kom­men­heit offen dar, wel­che die Behut­sam­keit bedeck­te. Mit Nie­man­dem ist es räth­li­ch sich auf einen ver­trau­ten Fuß zu set­zen, nicht mit Höhe­ren, weil es gefähr­li­ch, nicht mit Gerin­ge­ren, weil es unschick­li­ch ist, am wenig­sten aber mit gemei­nen Leu­ten, weil sie aus Dumm­heit ver­we­gen sind, und die Gun­st, wel­che man ihnen erzeigt, ver­ken­nend für Schul­dig­keit hal­ten. Die gro­ße Leut­se­lig­keit ist der Gemein­heit ver­wandt. — Gra­cián 177

Selbst­be­stim­mung ist nur ein Schlag­wort, wenn die Zukunft kei­ne Hoff­nung bie­tet

John F. Ken­ne­dy sag­te ein­mal: „Selbst­be­stim­mung ist nur ein Schlag­wort, wenn die Zukunft kei­ne Hoff­nung bie­tet.“ – So ist die Frei­heit an sich zwar edel, schön und gut, aber ohne eine ihr vor­ge­ge­be­ne Richt­schnur, artet die Frei­heit des einen schnell zur Drang­sal des andern aus, wie es auch nach­ste­hen­des Zitat ver­an­schau­licht: „Ein Groß­teil des Leids auf der Welt ist eine direk­te Fol­ge des Miss­brauchs des frei­en Wil­lens.“ — Wel­sch 2013

Solan­ge er geht, solan­ge er steht, ...

... solan­ge kann nichts gehen, kann nichts ste­hen. Die­ser Eine muss weg, er muss ganz aus­ge­löscht wer­den. Aus­ge­merzt, ver­nich­tet selbst das letz­te Staub­korn die­ses Teu­fels. Man hat sei­ne gan­ze Auf­merk­sam­keit, sei­ne gan­ze Wil­lens­kraft nur auf die Ver­nich­tung die­ses Einen zu len­ken, unbeug­sam und ohne Freu­de, nur mit dem blu­ti­gen Wil­len des stäh­ler­nen Schwer­tes. Solan­ge die­ser Eine geht, solan­ge er auch nur steht oder liegt, solan­ge die­ser Eine nicht rest­los ver­nich­tet ist, solan­ge kann es kei­ne Freu­de geben. Hier gibt es kei­nen Wil­len, der auf­ge­ru­fen wer­den könn­te. Hier gibt es kei­ne Frei­wil­lig­keit, kein Wol­len und kein Sol­len. Nur das Müs­sen geht hier und steht hier, zuwei­len liegt es. Solan­ge die­ses Müs­sen hier ist, solan­ge schwebt das Schwert, und solan­ge das Schwert schwebt, will es genom­men sein, will lie­gen in der Hand des Königs, des­sen Bart ein­st blu­tig sein wird, getränkt vom Blut des Einen, vom Blut des Teu­fels.

Ein Tier strei­cheln kön­nen — dem US-Ame­ri­ka­ner das Bein stel­len

Man darf sich beschwe­ren ob des Tie­res, das wild ist und sich nicht strei­cheln lässt. Woher die­se Scheu? Spürt dies Tier nicht mei­ne Güte? Man darf sich beschwe­ren, und dann gibt man dem Tier zu fres­sen. Frü­her oder spä­ter strei­chelt man. Frei­li­ch: Das Tier hat sein Fell, es braucht kein Haus. Es braucht nur zu fres­sen, und wenn es nicht mehr jagen muss oder suchen, son­dern ein­fach aus der Scha­le fres­sen, so tut es das. Es ver­bin­det die­sen Genuss mit dem Geruch des Men­schen, der dabei steht, und bald stört es die Hand nicht mehr. So erken­ne also der Men­sch den Weg!

Erken­ne er auch das Pro­blem. Denn nie gibt es Pro­ble­me, es gibt immer nur das eine Pro­blem, das sich vor den Men­schen legt wie eine gif­ti­ge Schlan­ge, die nicht wei­chen will. Dies Pro­blem hat er zu besei­ti­gen. Ist dies lang­wei­lig? Gar nicht gemäß der ADHS-Zeit, wol­len Sie sagen? Ja, frei­li­ch, das ist lang­wei­lig, es ist deut­sch, es ist gründ­li­ch, rich­tig, gut und gött­li­ch. Im US-Ame­ri­ka­ni­schen Brücken­kopf auf Euro­pa, der BRD, gibt es noch Deut­sche.

Das Pro­blem ken­nen und wis­sen, wie es zu lösen ist. Nicht sich beschwe­ren und kla­gen, son­dern schwei­fen und begrei­fen. Und wenn es das Schwert braucht, um dies Pro­blem zu töten, so grei­fe man zum Schwert. Zum erdach­ten, sei­de­nen oder zum stäh­ler­nen. Das begrei­fe der Men­sch: Der Genuss liegt in der Kon­fron­ta­ti­on mit dem Schlech­ten. Hier zeigt sich dem Men­schen das Gute aus ihm sel­ber her­aus — und das, das allein, berei­tet dem Men­schen Freu­de. Die ein­zi­ge Freu­de. Alles Ande­re sind kei­ne Freu­den, es sind US-Ame­ri­ka­ni­sche Lügen und Dumm­hei­ten.