Solan­ge er geht, solan­ge er steht, ...

... solan­ge kann nichts gehen, kann nichts ste­hen. Die­ser Eine muss weg, er muss ganz aus­ge­löscht wer­den. Aus­ge­merzt, ver­nich­tet selbst das letz­te Staub­korn die­ses Teu­fels. Man hat sei­ne gan­ze Auf­merk­sam­keit, sei­ne gan­ze Wil­lens­kraft nur auf die Ver­nich­tung die­ses Einen zu len­ken, unbeug­sam und ohne Freu­de, nur mit dem blu­ti­gen Wil­len des stäh­ler­nen Schwer­tes. Solan­ge die­ser Eine geht, solan­ge er auch nur steht oder liegt, solan­ge die­ser Eine nicht rest­los ver­nich­tet ist, solan­ge kann es kei­ne Freu­de geben. Hier gibt es kei­nen Wil­len, der auf­ge­ru­fen wer­den könn­te. Hier gibt es kei­ne Frei­wil­lig­keit, kein Wol­len und kein Sol­len. Nur das Müs­sen geht hier und steht hier, zuwei­len liegt es. Solan­ge die­ses Müs­sen hier ist, solan­ge schwebt das Schwert, und solan­ge das Schwert schwebt, will es genom­men sein, will lie­gen in der Hand des Königs, des­sen Bart ein­st blu­tig sein wird, getränkt vom Blut des Einen, vom Blut des Teu­fels.

Ein Tier strei­cheln kön­nen — dem US-Ame­ri­ka­ner das Bein stel­len

Man darf sich beschwe­ren ob des Tie­res, das wild ist und sich nicht strei­cheln lässt. Woher die­se Scheu? Spürt dies Tier nicht mei­ne Güte? Man darf sich beschwe­ren, und dann gibt man dem Tier zu fres­sen. Frü­her oder spä­ter strei­chelt man. Frei­li­ch: Das Tier hat sein Fell, es braucht kein Haus. Es braucht nur zu fres­sen, und wenn es nicht mehr jagen muss oder suchen, son­dern ein­fach aus der Scha­le fres­sen, so tut es das. Es ver­bin­det die­sen Genuss mit dem Geruch des Men­schen, der dabei steht, und bald stört es die Hand nicht mehr. So erken­ne also der Men­sch den Weg!

Erken­ne er auch das Pro­blem. Denn nie gibt es Pro­ble­me, es gibt immer nur das eine Pro­blem, das sich vor den Men­schen legt wie eine gif­ti­ge Schlan­ge, die nicht wei­chen will. Dies Pro­blem hat er zu besei­ti­gen. Ist dies lang­wei­lig? Gar nicht gemäß der ADHS-Zeit, wol­len Sie sagen? Ja, frei­li­ch, das ist lang­wei­lig, es ist deut­sch, es ist gründ­li­ch, rich­tig, gut und gött­li­ch. Im US-Ame­ri­ka­ni­schen Brücken­kopf auf Euro­pa, der BRD, gibt es noch Deut­sche.

Das Pro­blem ken­nen und wis­sen, wie es zu lösen ist. Nicht sich beschwe­ren und kla­gen, son­dern schwei­fen und begrei­fen. Und wenn es das Schwert braucht, um dies Pro­blem zu töten, so grei­fe man zum Schwert. Zum erdach­ten, sei­de­nen oder zum stäh­ler­nen. Das begrei­fe der Men­sch: Der Genuss liegt in der Kon­fron­ta­ti­on mit dem Schlech­ten. Hier zeigt sich dem Men­schen das Gute aus ihm sel­ber her­aus — und das, das allein, berei­tet dem Men­schen Freu­de. Die ein­zi­ge Freu­de. Alles Ande­re sind kei­ne Freu­den, es sind US-Ame­ri­ka­ni­sche Lügen und Dumm­hei­ten.

Sie wol­len dich erdrücken, mit ihrem Viel­zu­vie­len

Mehr noch, und ein zar­tes Lächeln! „Ja, wir wol­len nur wis­sen!“ Wir sind hier, und dort, und ganz zart und wei­se. Wohin aber? Das inter­es­siert uns nicht, denn es hat uns nicht zu inter­es­sie­ren, denn wir  k ö n n e n  es nicht wis­sen! — Frei­li­ch tut dem Men­schen nur eines not: Er hat zu über­den­ken, was drückt, und immer ein biss­chen mehr als not­wen­dig. Dann aber han­delt er, die­ser Men­sch! — Und wie anders ist die­ser Men­sch zu den Men­schen heu­te, den viel­zu­vie­len! Ent­we­der sie sind ver­staub­te Leser und/oder Schwät­zer oder dum­me, unge­bil­de­te US- oder BRD-Ame­ri­ka­ni­sche Unter­neh­mer.

Das Schlech­te bleibt

Heu­te lebt der Eine in der Zeit des Gel­d­es. Er hat sich nur zu fra­gen: Was will ich, und was tue ich? Was tue ich, dass mehr Geld bei mir lan­de? Denn mit Geld kommt „Frei­heit“, mit Frei­heit kommt Macht. Die­se Macht wird es mir gestat­ten, mei­ne Fein­de aus­zu­lö­schen.

Sind mei­ne Fein­de über­kom­me­ne Ide­en? Fal­sche Tech­no­lo­gi­en? Nein, mein Pro­blem ist immer ein ein­zel­ner Men­sch. Kei­ne Grup­pe, nicht das Volk, nicht die Regie­rung. Ein ein­zel­ner Men­sch ist das Pro­blem, und nichts kann das Pro­blem lösen, solan­ge die­ser eine Men­sch fort­exi­stiert. Man muss die­sen Einen über die Welt­kan­te schie­ben. Doch wer tut’s? Wer will sich dana­ch die Hun­de antun, die nichts erken­nen und daher die Fal­schen als die Schlech­ten bezeich­nen und jagen?

Seht, ihr Men­schen: Ihr taugt zu wenig, und doch lebt ihr noch. — Was lan­ge schlecht war, kann schlecht blei­ben. Und weil sich das Schlech­te bewährt hat,  s o l l  das Schlech­te auch schlecht blei­ben. So wollt  i h r  es, aber nur ihr. Denn ich — will Ande­res!

Über die Wei­ber

Schopenhauer’sche Rede, ver­öf­fent­licht 1851:

Mit den Mäd­chen hat es die Natur auf Das, was man im dra­ma­tur­gi­schen Sin­ne, einen Knall­ef­fekt nennt, abge­se­hen, indem sie die­sel­ben, auf weni­ge Jah­re, mit über­reich­li­cher Schön­heit, Reiz und Fül­le aus­stat­tet, auf Kosten ihrer gan­zen übri­gen Lebens­zeit, damit sie näm­li­ch, wäh­rend jener Jah­re, der Phan­ta­sie eines Man­nes sich in dem Maße bemäch­ti­gen könn­ten, daß er hin­ge­ris­sen wird, die Sor­ge für sie auf Zeit Lebens, in irgend einer Form, ehr­li­ch zu über­neh­men; zu wel­chem Schrit­te ihn zu ver­mö­gen, die blo­ße ver­nünf­ti­ge Ueber­le­gung kei­ne hin­läng­li­ch siche­re Bürg­schaft zu geben schien. Sonach hat die Natur das Weib, eben wie jedes ande­re ihrer Geschöp­fe, mit den Waf­fen und Werk­zeu­gen aus­ge­rü­stet, deren es zur Siche­rung sei­nes Daseins bedarf, und auf die Zeit, da es ihrer bedarf; wobei sie denn auch mit ihrer gewöhn­li­chen Spar­sam­keit ver­fah­ren ist. Wie näm­li­ch die weib­li­che Amei­se, nach der Begat­tung, die fort­an über­flüs­si­gen, ja, für das Brut­ver­hält­niß gefähr­li­chen Flü­gel ver­liert; so mei­stens nach einem oder zwei Kind­bet­ten, das Weib sei­ne Schön­heit; wahr­schein­li­ch sogar aus dem sel­ben Grun­de.

Dem ent­spre­chend hal­ten die jun­gen Mäd­chen ihre häus­li­chen, oder gewerb­li­chen Geschäf­te, in ihrem Her­zen, für Neben­sa­che, wohl gar für blo­ßen Spaß: als ihren allein ernst­li­chen Beruf betrach­ten sie die Lie­be, die Erobe­run­gen und was damit in Ver­bin­dung steht, wie Toi­let­te, Tanz u. s. w.

Je edler und voll­kom­me­ner eine Sache ist, desto spä­ter und lang­sa­mer gelangt sie zur Rei­fe. Der Mann erlangt die Rei­fe sei­ner Ver­nunft und Gei­stes­kräf­te kaum vor dem acht und zwan­zig­sten Jah­re; das Weib mit dem acht­zehn­ten. Aber es ist auch eine Ver­nunft dana­ch: eine gar knapp gemes­se­ne. Daher blei­ben die Wei­ber ihr Leben lang Kin­der, sehn immer nur das Näch­ste, kle­ben an der Gegen­wart, neh­men den Schein der Din­ge für die Sache und ziehn Klei­nig­kei­ten den wich­ti­gen Ange­le­gen­hei­ten vor. Die Ver­nunft näm­li­ch ist es, ver­mö­ge deren der Men­sch nicht, wie das Thi­er, bloß in der Gegen­wart lebt, son­dern Ver­gan­gen­heit und Zukunft über­sieht und bedenkt; wor­aus dann sei­ne Vor­sicht, sei­ne Sor­ge und häu­fi­ge Beklom­men­heit ent­springt. Der Vort­hei­le, wie der Nacht­hei­le, die Dies bringt, ist das Weib, in Fol­ge sei­ner schwä­chern Ver­nunft, weni­ger theil­haft; viel­mehr ist der­sel­be ein gei­sti­ger Myops, indem sein intui­ti­ver Ver­stand in der Nähe scharf sieht, hin­ge­gen einen engen Gesichts­kreis hat, in wel­chen das Ent­fern­te nicht fällt; daher eben alles Abwe­sen­de, Ver­gan­ge­ne, Künf­ti­ge, viel schwä­cher auf die Wei­ber wirkt, als auf uns, wor­aus denn auch der bei ihnen viel häu­fi­ge­re und bis­wei­len an Ver­rückt­heit gren­zen­de Hang zur Ver­schwen­dung ent­springt. Die Wei­ber den­ken in ihrem Her­zen, die Bestim­mung der Män­ner sei, Geld zu ver­die­nen, die ihre hin­ge­gen, es durch­zu­brin­gen; wo mög­li­ch schon bei Leb­zei­t­en des Man­nes, wenig­stens aber nach sei­nem Tode. Schon daß der Mann das Erwor­be­ne ihnen zur Haus­hal­tung über­giebt, bestärkt sie in dem Glau­ben. – So vie­le Nacht­hei­le Dies alles zwar mit sich führt, so hat es doch das Gute, daß das Weib mehr in der Gegen­wart auf­geht, als wir, und daher die­se, wenn sie nur erträg­li­ch ist, bes­ser genie­ßen, wor­aus die dem Wei­be eigen­t­hüm­li­che Hei­ter­keit her­vor­geht, wel­che sie zur Erho­lung, erfor­der­li­chen Fal­les zum Tro­ste des sor­gen­be­la­ste­ten Man­nes eig­net.

In schwie­ri­gen Ange­le­gen­hei­ten, nach Wei­se der alten Ger­ma­nen, auch die Wei­ber zu Rathe zu ziehn, ist kei­nes­wegs ver­werf­li­ch: denn ihre Auf­fas­sungs­wei­se der Din­ge ist von der uns­ri­gen ganz ver­schie­den und zwar beson­ders dadurch, daß sie gern den kür­ze­sten Weg zum Zie­le und über­haupt das zunäch­st Lie­gen­de ins Auge faßt, über wel­ches wir, eben weil es vor unse­rer Nase liegt, mei­stens weit hin­weg­sehn; wo es uns dann Noth thut, dar­auf zurück­ge­führt zu wer­den, um die nahe und ein­fa­che Ansicht wie­der zu gewin­nen. Hie­zu kommt, daß die Wei­ber ent­schie­den nüch­ter­ner sind, als wir; wodurch sie in den Din­gen nicht mehr sehn, als wirk­li­ch da ist; wäh­rend wir, wenn unse­re Lei­den­schaf­ten erregt sind, leicht das Vor­han­de­ne ver­grö­ßern, oder Ima­gi­nä­res hin­zu­fü­gen.

Aus der sel­ben Quel­le ist es abzu­lei­ten, daß die Wei­ber mehr Mit­leid und daher mehr Men­schen­lie­be und Theil­nah­me an Unglück­li­chen zei­gen, als die Män­ner: hin­ge­gen aber im Punk­te der Gerech­tig­keit, Red­lich­keit und Gewis­sen­haf­tig­keit, die­sen nach­stehn. Denn in Fol­ge ihrer schwa­chen Ver­nunft übt das Gegen­wär­ti­ge, Anschau­li­che, unmit­tel­bar Rea­le eine Gewalt über sie aus, gegen wel­che die abstrak­ten Gedan­ken, die ste­hen­den Maxi­men, die fest­ge­faß­ten Ent­schlüs­se, über­haupt die Rück­sicht auf Ver­gan­gen­heit und Zukunft, auf Abwe­sen­des und Ent­fern­tes, sel­ten viel ver­mö­gen.

Dem­ge­mäß wird man als den Grund­feh­ler des weib­li­chen Cha­rak­ters Unge­rech­tig­keit fin­den. Er ent­steht zunäch­st aus dem dar­ge­leg­ten Man­gel an Ver­nünf­tig­keit und Ueber­le­gung, wird zudem aber noch dadurch unter­stützt, daß sie, als die schwä­che­ren, von der Natur nicht auf die Kraft, son­dern auf die List ange­wie­sen sind: daher ihre instinkt­ar­ti­ge Ver­schla­gen­heit und ihr unver­tilg­ba­rer Hang zum Lügen. Denn, wie den Löwen mit Klau­en und Gebiß, den Ele­phan­ten mit Stoß­zäh­nen, den Eber mit Hau­ern, den Stier mit Hör­nern und die Sepia mit der was­ser­trü­ben­den Tin­te, so hat die Natur das Weib mit Ver­stel­lungs­kraft aus­ge­rü­stet, zu sei­nem Schutz und Wehr, und hat alle die Kraft, die sie dem Man­ne als kör­per­li­che Stär­ke und Ver­nunft ver­lieh, dem Wei­be in Gestalt jener Gabe zuge­wen­det. Die Ver­stel­lung ist ihm dem­nach ange­bo­ren, des­halb auch fast so sehr dem dum­men, wie dem klu­gen Wei­be eigen. Von der­sel­ben bei jeder Gele­gen­heit Gebrauch zu machen ist ihm daher so natür­li­ch, wie jenen Thi­e­ren, bei Angriff, sogleich ihre Waf­fen anzu­wen­den, und emp­fin­det es sich dabei gewis­ser­ma­ßen als sei­ne Rech­te gebrau­chend. Dar­um ist ein ganz wahr­haf­tes, unver­stell­tes Weib viel­leicht unmög­li­ch. Eben des­halb durch­schau­en sie frem­de Ver­stel­lung so leicht, daß es nicht rath­sam ist, ihnen gegen­über, es damit zu ver­su­chen. – Aus dem auf­ge­stell­ten Grund­feh­ler und sei­nen Bei­ga­ben ent­springt aber Falsch­heit, Treu­lo­sig­keit, Ver­ra­th, Undank u. s. w. Der gericht­li­chen Mein­ei­de machen Wei­ber sich viel öfter schul­dig, als Män­ner. Es lie­ße sich über­haupt in Fra­ge stel­len, ob sie zum Eide zuzu­las­sen sind. – Von Zeit zu Zeit wie­der­holt sich über­all der Fall, daß Damen, denen nichts abgeht, in Kauf­manns­lä­den etwas heim­li­ch ein­stecken und ent­wen­den.

Weil im Grun­de die Wei­ber ganz allein zur Pro­pa­ga­ti­on des Geschlechts da sind und ihre Bestim­mung hier­in auf­geht; so leben sie durch­weg mehr in der Gat­tung, als In den Indi­vi­du­en, neh­men es in ihrem Her­zen ernst­li­cher mit den Ange­le­gen­hei­ten der Gat­tung, als mit den indi­vi­du­el­len. Dies giebt ihrem gan­zen Wesen und Trei­ben einen gewis­sen Leicht­sinn und über­haupt eine von der des Man­nes von Grund aus ver­schie­de­ne Rich­tung, aus wel­cher die so häu­fi­ge und fast nor­ma­le Unei­nig­keit in der Ehe erwäch­st.

Das nied­rig gewach­se­ne, schmal­schult­ri­ge, breit­hüf­ti­ge und kurz­bei­ni­ge Geschlecht das schö­ne nen­nen konn­te nur der vom Geschlechts­trieb umne­bel­te männ­li­che Intel­lekt: in die­sem Trie­be näm­li­ch steckt sei­ne gan­ze Schön­heit. Mit mehr Fug, als das schö­ne, könn­te man das weib­li­che Geschlecht das unäs­the­ti­sche nen­nen. Weder für Musik, noch Poe­sie, noch bil­den­de Kün­ste haben sie wirk­li­ch und wahr­haf­tig Sinn und Emp­fäng­lich­keit; son­dern blo­ße Aef­fe­rei, zum Behuf ihrer Gefall­sucht, ist es, wenn sie sol­che affek­ti­ren und vor­ge­ben. Das macht, sie sind kei­nes rein objek­ti­ven Antheils an irgend etwas fähig, und der Grund hie­von ist, den­ke ich, fol­gen­der. Der Mann strebt in Allem eine direk­te Herr­schaft über die Din­ge an, ent­we­der durch Ver­ste­hen oder durch Bezwin­gen der­sel­ben. Aber das Weib ist immer und über­all auf eine blo­ße indi­rek­te Herr­schaft ver­wie­sen, näm­li­ch mit­tels des Man­nes, als wel­chen allein es direkt zu beherr­schen hat. Dar­um liegt es in der Wei­ber Natur, Alles nur als Mit­tel, den Mann zu gewin­nen, anzu­sehn, und ihr Antheil an irgend etwas Ande­rem ist immer nur ein simu­lir­ter, ein blo­ßer Umweg, d. h. läuft auf Koket­te­rie und Aef­fe­rei hin­aus.

Sie sind sexus sequior [das gerin­ge­re Geschlecht], das in jedem Betracht zurück­ste­hen­de, zwei­te Geschlecht, des­sen Schwä­che man dem­nach scho­nen soll, aber wel­chem Ehr­furcht zu bezeu­gen über die Maßen lächer­li­ch ist und uns in ihren eige­nen Augen her­ab­setzt. Als die Natur das Men­schen­ge­schlecht in zwei Hälf­ten spal­te­te, hat sie den Schnitt nicht gera­de durch die Mit­te geführt. Bei aller Pola­ri­tät ist der Unter­schied des posi­ti­ven vom nega­ti­ven Pol kein bloß qua­li­ta­ti­ver, son­dern zugleich ein quan­ti­ta­ti­ver. – So haben eben auch die Alten und die ori­en­ta­li­schen Völ­ker die Wei­ber ange­se­hen und dana­ch die ihnen ange­mes­se­ne Stel­lung viel rich­ti­ger erkannt als wir mit uns­rer alt­fran­zö­si­schen Galan­te­rie und abge­schmack­ter Wei­ber­ven­e­ra­ti­on, die­ser höch­sten Blü­t­he christ­li­ch-ger­ma­ni­scher Dumm­heit, wel­che nur gedient hat, sie so arro­gant und rück­sichts­los zu machen, daß man bis­wei­len an die hei­li­gen Affen in Ben­a­res erin­nert wird, wel­che, im Bewußt­sein ihrer Hei­lig­keit und Unver­letz­lich­keit, sich Alles und Jedes erlaubt hal­ten.